COVID-19 / Corona-Virus

Allgemeine Informationen

Sechste Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen Anhalt

Die 6. SARS-CoV-2-EindV und die damit verbundenen Bestimmungen treten am 28. Mai 2020 in Kraft.

Gleichzeiüg tritt die Fünfte SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 2. Mai 2020 (GVB1. LSA S. 219), geändert durch Verordnung vom 12. Mai 2020 (GVB1. LSA S. 234), außer Kraft.

Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Absatzes 3 mit Ablauf des 1. Juli 2020 außer Kraft.

Das Verbot von Großveranstaltungen tritt mit Ablauf des 31. August 2020 außer Kraft.

Sachsen-Anhalt führt Mundschutzpflicht ein !

Sachsen-Anhalt führt die Mundschutzpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkaufen ein. Das hat das Kabinett heute beschlossen. Ab Donnerstag muss „eine textile Barriere im Sinne eines Mund-Nasen-Schutzes“ getragen werden. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne: „Das ist jeder Schutz, der aufgrund seiner Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen, Aussprache zu verringern, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie.“

Ausreichend seien auch selbstgeschneiderte Masken, Schals, Tücher, Buffs und Ähnliches aus Baumwolle oder anderem geeignetem Material.

Um trotz Lockerungen eine Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, sei das Masken-Tragen notwendig, so Ministerpräsident Reiner Haseloff.
„Das Tragen war bisher dringend empfohlen. Viele sind dem leider nicht gefolgt. Darauf habe das Kabinett reagiert.“

Mit der vom Kabinett verabschiedeten 1. Änderungsverordnung zur 4. Corona-Eindämmungsverordnung, die bis zum 4. Mai gilt, gehen aber auch neue Lockerungen einher. So dürfen Tierparks, Zoologische und Botanische Gärten sowie ähnliche Freizeitangebote ab sofort wieder unter Auflagen für den Publikums-verkehr öffnen.

Grimm-Benne (Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration):
„Streichelgehege und Tierhäuser auf deren Gelände sind weitergeschlossen, Hygienebestimmungen sind einzuhalten.“

Zum Veranstaltungsverbot, das bis Ende August gilt, wurde klargestellt, dass hiervon Großveranstaltungen „im Sinne der Empfehlungen des Gemeinsamen Krisenstabes von des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und des Bundesministeriums für Gesundheit vom 10. März 2020“ betroffen sind. Der Krisenstab hatte damals die Absage aller öffentlichen und privaten Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 erwarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern empfohlen und sich bei kleineren Veranstaltungen für eine Risikobewertung der zuständigen Gesundheitsbehörde auf Grundlage der Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) ausgesprochen. Nach der derzeitigen Risikoeinschätzung sind grundsätzlich bereits Veranstaltungen von mehr als 2 Personen ausgeschlossen. Deshalb muss sich eine wesentliche Verbesserung der epidemiologischen Lage abzeichnen, um mittlere oder größere Veranstaltungen zulassen zu können. Vor Erlass jeder neuen Eindämmungsverordnung erfolgt eine entsprechende Risikoeinschätzung.

Quarantänemaßnahmen für Reiserückkehrer werden verlängert

Reiserückkehrer, die sich im Ausland aufgehalten haben, müssen sich auch weiterhin in 14-
tägige häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt des Landratsamtes
melden. Diese Maßnahme, die zum 30. April laut 5. Allgemeinverfügung ausgelaufen wäre,
wird bis zum Ablauf des 31. Mai 2020 verlängert. Dazu wurde die 7. Allgemeinverfügung
erlassen, die umgehend in Kraft tritt.

Die Bestimmungen der 5. Allgemeinverfügung, die mit der 7. Allgemeinverfügung bestätigt
werden, erhielten Sie am 7. April 2020 als Pressemitteilung. Der Inhalt dieser
Pressemitteilung sowie die 5. Allgemeinverfügung ist im Wortlaut auch auf unserer
Homepage abrufbar.

Allgemeinverfügung: Quarantäne für Reiserückkehrer

Reiserückkehrer, die sich seit dem 1. April 2020 im Ausland aufgehalten haben, müssen sich in 14-tägige häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt im Landratsamt melden. Hierzu hat Landrat Götz Ulrich heute eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese gilt für alle Einwohner des Burgenlandkreises sowie für Personen, die sich auf dem Gebiet des Burgenlandkreises aufhalten. Ausgenommen sind Personen, die aus beruflichen Gründen innerhalb des Schengen-Raumes oder innerhalb der Grenzen der Europäischen Union reisen.

Die sich in Quarantäne begebenden Personen sind danach verpflichtet, sich ausschließlich in ihrer Wohnung bzw. auf ihrem Grundstück aufzuhalten. Der Besuch von nicht in der häuslichen Gemeinschaft lebenden Personen muss vermieden werden. Der Kontakt mit in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen ist auf das mögliche Minimum zu reduzieren. Dies trifft auch auf pflegebedürftige Personen im Haushalt zu. Minderjährigen oder pflege-bedürftigen Personen ist es verboten, eine Schule, eine Kindertageseinrichtung, einen Hort oder eine sonstige Pflegeeinrichtung - inklusive Notbetreuung - zu besuchen.

Ausnahmebestimmungen können für Beschäftigte von Krankenhäusern, von Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie von Altenheimen erfolgen. Gleiches gilt für Personen der polizeilichen und nicht polizeilichen Gefahrenabwehr sowie weiterer unverzichtbarer Schlüsselpersonen.

Alle von dieser Verordnung betroffenen Personen sind dazu verpflichtet, sich unverzüglich beim Gesundheitsamt des Burgenlandkreises zu melden. Dies erfolgt telefonisch oder per E-Mail. Die Umstände des Aufenthalts im Ausland sind mitzuteilen (Datum, Ort, Kontakte).

Landrat Götz Ulrich: „Mit der Allgemeinverfügung setzt der Burgenlandkreis eine Empfehlung der Bundesregierung um. Auch wenn in den nächsten Tagen vielleicht mit einer landesweiten Pflicht in Sachsen-Anhalt für Auslandsrückkehrer zu rechnen ist, wollen wir hier schneller eine verpflichtende Quarantäne. Durch die Meldepflicht beim Gesundheitsamt wollen wir einen Überblick haben, wer woher kommt und unter Umständen mit welchen Symptomen. Ich bitte alle Fernreisenden, sich hieran zu halten.“

Kontaktmöglichkeiten des Gesundheitsamtes:
Tel.: 03443-372361 oder 03445-731674 (innerhalb der Dienstzeiten)
Tel.: 03445-75290 (außerhalb der Dienstzeiten)
E-Mail: gesundheitsamt@blk.de

Während der Quarantäne muss zudem zweimal täglich die Körpertemperatur gemessen
werden sowie täglich ein Tagebuch zu Symptomen, Körpertemperatur, allgemeinen Aktivitäten
und Kontakten zu weiteren Personen geführt werden. Falls Symptome wie Fieber, trockener
Husten, Schnupfen, Abgeschlagenheit, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf-, Gliederschmerzen,
Schüttelfrost, Übelkeit, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns oder
Durchfall auftreten, sind sie verpflichtet, sich unverzüglich beim Gesundheitsamt des Burgenlandkreises
zu melden. Diese Pflicht besteht unabhängig davon, ob daneben eine Meldung
beim Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer
116117 erfolgt.

Falls eine medizinische Behandlung notwendig ist, sind die sich in Quarantäne befindlichen
Personen verpflichtetet, den Rettungsdienst sowie die sie versorgende medizinische Einrichtung
(z. B. Arztpraxis, Krankenhaus) bereits vorab telefonisch über die angeordnete
Quarantäne und deren Grund zu informieren.

Die 5. Allgemeinverfügung des Burgenlandkreises gilt zunächst bis zum 30. April 2020. Verstöße
gegen diese Verordnung können mit Bußgeldern und Strafen belegt werden.

Rückfragen richten Sie bitte an:
Steven Müller-Uhrig
Telefon: 03445 73-1004
Telefax: 03445 73-1296
Email: pressestelle@blk.de

Bürgertelefon zur Corona-Pandemie

Der Burgenlandkreis hat ab Mittwoch, dem 11. März 2020, ein Bürgertelefon eingerichtet.

Bürgerinnen und Bürgern soll die Möglichkeit erhalten, ihre Fragen rund um das Corona-Virus zu stellen.
Das Landratsamt möchte auf die zunehmenden Verunsicherungen in der Bevölkerung eingehen.  


Telefonnummer:    03445 / 73 1646   oder    03445 / 73 1647

Ansprechzeiten :

Montags bis Freitags 8 bis 18 Uhr
Samstags und Sonntags 10 bis 16 Uhr

Wissenswertes über den Coronavirus

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-02 - Schweres akutes respiratorisches Syndrom), das die Krankheit COVID-19 auslöst, ist eine Atemwegserkrankung.

Welche Krankheitszeichen werden ausgelöst?

Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, ähnlich wie bei einer Grippe. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Fällen waren vier von fünf Krankheitsverläufen mild. Bei einem Teil der Erkrankten kann das Virus mit einem schwereren Verlauf einhergehen und zu Atemproblemen, Lungenentzündung und in seltenen Fällen zum Tod führen.

Derzeit geht man davon aus, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.

Wie wird das Virus übertragen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Eine Ansteckung kann direkt über die Schleimhäute der Atemwege erfolgen (z.B. wenn man von einem Erkrankten angehustet wird) oder auch indirekt über die eigenen Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten.

Wie können Sie sich vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene sowie das Einhalten eines Abstands zu Erkrankten (etwa ein bis zwei Meter).

Konkret bedeutet dies:

  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch.
  • Entsorgen Sie Papiertaschentücher nach einmaligem Benutzen sofort.
  • Waschen Sie sich regelmäßig und sorgfältig die Hände mit Seife, mindestens 20 bis 30 Sekunden.
  • Desinfizieren Sie regelmäßig Ihre Hände.
  • Vermeiden Sie unnötigen Körperkontakt mit anderen Personen wie z.B. Händeschütteln.
  • Berühren Sie insbesondere die Schleimhäute von Mund, Augen und Nase nicht mit den Händen.
  • Halten Sie ausreichend Abstand von Menschen, die Husten, Schnupfen oder Fieber haben – empfohlen werden mindestens ein bis zwei Meter.
  • Meiden Sie belebte Orte und Veranstaltungen.

Was ist zu tun, wenn Sie eine Ansteckung vermuten?

Suchen Sie bei Krankheitszeichen nicht sofort einen Arzt oder eine Notfall-Ambulanz auf, denn die Ansteckungsgefahr in Wartezimmern ist besonders groß. Rufen Sie in der Praxis oder im Gesundheitsamt Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises an. Möglicherweise wird bei begründetem Verdacht auf COVID-19 im häuslichen Umfeld ein Test durchgeführt.

Weitere Informationen und Zahlen hierzu erhalten Sie im Internet: