Anträge und Formulare

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Neustarthilfe (Förderzeitraum 01. Januar bis 30. Juni 2021)

- Die Neustarthilfe ist gestartet – Anträge können seit dem 16.02.2021 gestellt werden -

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2021 aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen stark eingeschränkt ist (Soloselbständige mit starken Umsatzeinbußen), die aber nur vergleichsweise geringe betriebliche Fixkosten (wie z. B. Büromieten) haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt.

Zu den Soloselbständigen zählen Soloselbständige, die personenbezogene (z. B. Kosmetikerinnen und Kosmetiker) oder kreative, künstlerische Tätigkeiten ausüben (z. B. Musikerinnen und Musiker, Gestalterinnen und Gestalter, Fotografinnen und Fotografen) oder zum Beispiel im Gesundheitswesen (z. B. Therapeutinnen und Therapeuten, Trainer), der Tourismusbranche (z. B. Stadtführerinnen und Stadtführer, Reiseleiterinnen und Reiseleiter) oder Bildungsbranche (z. B. Sprachlehrerinnen und Sprachlehrer, Coaches) tätig sind.

Als Teil der Überbrückungshilfe III haben Soloselbstständige daher alternativ zur Überbrückungshilfe III die Möglichkeit, statt der förderfähigen Fixkosten eine einmalige Betriebskostenpauschale (Neustarthilfe) zu beantragen. Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z. B. die Grundsicherung und wird nicht auf die Leistungen der Grundsicherung angerechnet.

Wer kann die Förderung beantragen (Anspruchsberechtigte)?

Soloselbständige aller Branchen, die

⇒ ihre selbstständige Tätigkeit als freiberuflich Tätige oder Gewerbetreibende im Haupterwerb ausüben,
⇒ weniger als eine Vollzeit-Angestellte oder einen Vollzeit-Angestellten beschäftigen,
⇒ bei einem deutschen Finanzamt für steuerliche Zwecke erfasst sind,
keine Fixkosten in der Überbrückungshilfe III geltend gemacht haben oder geltend machen und
⇒ ihre selbständige Geschäftstätigkeit vor dem 01. Mai 2020 aufgenommen haben.

Derzeit können nur natürliche Personen einen Antrag auf Neustarthilfe stellen, die ihre selbständigen Umsätze als freiberuflich Tätige oder als Gewerbetreibende für die Berechnung der Neustarthilfe zugrunde legen. In einem zweiten, späteren Schritt wird das Antragsverfahren auch geöffnet für Soloselbständige, die anteilige Umsätze aus Personengesellschaften für die Berechnung der Neustarthilfe zugrunde legen wollen oder die alleinige Gesellschafterinnen oder alleinige Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft (d. h. Antragstellung durch juristische Personen) sind.

Sonderfall kurz befristete Beschäftigungsverhältnisse in den Darstellenden Künsten und unständige Beschäftigungsverhältnisse:

Schauspielerinnen und Schauspieler und andere Künstlerinnen und Künstler, die nur kurzfristige Engagements und kurz befristete Verträge haben, sind in einer ähnlichen Situation wie Soloselbständige. Denn mit dem Lockdown sind ihre potenziellen Arbeitgeber (zum Beispiel die Theater und Bühnen) geschlossen. Im Rahmen der Neustarthilfe können auch kurz befristete Beschäftigungsverhältnisse (mit Dauer von bis zu 14 zusammenhängenden Wochen) in den Darstellenden Künsten sowie unständige Beschäftigungsverhältnisse (mit Dauer von bis zu sieben aufeinanderfolgenden Kalendertagen) berücksichtigt werden. Voraussetzung ist hierfür, dass die Antragstellenden für Januar 2021 kein Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld bezogen haben.

Wie ist der Antrag zu stellen?

Soloselbstständige, die die einmalige Neustarthilfe beantragen, müssen ihre Anträge direkt hier stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen. Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung.

Eine Antragstellung für Kapitalgesellschaften oder die Berücksichtigung der Umsätze von Personengesellschaften ist erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Wichtige Hinweise

1. Jede soloselbständige Person kann nur einen Antrag auf Neustarthilfe für den gesamten Förderzeitraum stellen.

2. Der Direktantrag auf Neustarthilfe kann nur einmal gestellt werden. Eine nachträgliche Änderung des Antrags nach dem Absenden ist nicht möglich. Bitte füllen Sie      den Direktantrag daher sorgfältig und in Ruhe aus.

3. Sie können entweder die Neustarthilfe oder die Überbrückungshilfe III in Anspruch nehmen. Wenn Sie einen Antrag auf Neustarthilfe gestellt haben, kann dieser          zu einem späteren Zeitpunkt auch nicht zurückgezogen werden, um die Überbrückungshilfe III beantragen zu können.

Wenn Sie zusätzliche Umsätze aus Personengesellschaften oder Kapitalgesellschaften erzielen, beachten Sie zudem:

1. Wenn Sie jetzt einen Antrag auf Neustarthilfe als natürliche Person stellen, in dem Sie nur Umsätze aus freiberuflicher und/oder gewerblicher Tätigkeit als                      Soloselbständiger angeben, ist es nicht möglich, dass Sie zu einem späteren Zeitpunkt nachträglich auch anteilige Umsätze aus Personengesellschaften für die              Berechnung der Neustarthilfe geltend machen.

2. Falls Sie sich dazu entscheiden sollten, für die Berechnung der Neustarthilfe die Umsätze aus Personengesellschaften im Antrag nicht anzugeben, sind aber                    gegebenenfalls im Rahmen der Endabrechnung Umsätze dieser Personengesellschaften oder später gegründeter Gesellschaften sowohl für den Vergleichs- als            auch den Förderzeitraum anzugeben.

3. Wenn Sie einen Antrag als natürliche Person gestellt haben, kann die Kapitalgesellschaft, deren Gesellschafter-Geschäftsführer Sie sind, keinen Antrag auf                     Neustarthilfe stellen und umgekehrt. Dies gilt vergleichbar auch für Aktiengesellschaften deren einzige Aktionärin bzw. einziger Aktionär Sie sind.

Die Antragsfrist endet spätestens am 31. Oktober 2021 (Frist verlängert).

Was und wie wird gefördert?

Der Förderzeitraum für die Neustarthilfe ist Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 % eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal aber 7.500 Euro, und wird in einem Betrag ausgezahlt. Die Berechnung des Referenzumsatzes wird in FAQ 3.2 erläutert.

Erfüllt eine soloselbständige Person die Antragsvoraussetzungen, wird die Neustarthilfe als Vorschuss ausgezahlt, bevor die tatsächlichen Umsätze im Förderzeitraum feststehen.

Erst nach dessen Ablauf, also ab Juli 2021, wird auf Basis des endgültig realisierten Umsatzes der Monate Januar bis Juni 2021 die Höhe der Neustarthilfe berechnet, auf den die Soloselbständige bzw. der Soloselbständige Anspruch hat. Diese Endabrechnung ist bis zum 31. Dezember 2021 zu erstellen. Die soloselbständige Person darf die als Vorschuss gewährte Neustarthilfe in voller Höhe behalten, wenn sie Umsatzeinbußen von über 60 % zu verzeichnen hat. Fallen die Umsatzeinbußen geringer aus, ist die Neustarthilfe (anteilig) bis zum 30. Juni 2022 zurückzuzahlen. Sie ist somit als Liquiditätsvorschuss zu verstehen, der im Falle eines positiven Geschäftsverlaufs der Soloselbständigen Person (anteilig) zurückgezahlt werden muss.

Hinweise zur Erstellung der Endrechnung finden Sie in FAQ 4.6

• Was ist mit der November- und Dezemberhilfe, der Überbrückungshilfe II sowie der Überbrückungshilfe III?

Der 6-monatige Förderzeitraum der Neustarthilfe (Januar bis Juni 2021) überschneidet sich nicht mit der zweiten Phase des Überbrückungshilfeprogramms (Leistungszeitraum September bis Dezember 2020) und mit der November- oder Dezemberhilfe (Leistungszeitraum November 2020 bzw. Dezember 2020). Die Neustarthilfe kann somit zusätzlich zu diesen Hilfen beantragt werden.

Die Neustarthilfe kann hingegen nicht beantragt werden, wenn Überbrückungshilfe III in Anspruch genommen wird und umgekehrt. Die Antragstellenden müssen sich entscheiden, ob sie die Neustarthilfe oder die Überbrückungshilfe III in Anspruch nehmen wollen.

Erläuterungen zu einigen, wesentlichen "Häufig gestellten Fragen" zur Handhabung der "Neustarthilfe" bzw. die FAQ zur "Neustarthilfe" finden Sie hier.

Bundesprogramm „Corona-Überbrückungshilfe III“ (für die Zeit von November 2020 bis Juni 2021)

Die Corona-Pandemie stellt stellt Gesellschaft und Wirtschaft weiterhin vor immense Herausforderungen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF) haben deshalb die Überbrückungshilfen erneut verlängert und deutlich vereinfacht. Damit werden noch mehr Unternehmen und Selbständige mit Corona-bedingten Umsatzausfällen unterstützt.

Was ist neu?

- Fixkostenzuschüsse für Monate mit Umsatzeinbußen von mindestens 30 % zwischen November 2020 und Juni 2021

- auch größere Unternehmen (bis 750 Millionen EURO Jahresumsatz) haben Anspruch

- Förderhöchstbetrag pro Monat: 1,5 Millionen EURO (bisher 50.000 EURO; Erhöhung auf 3 Millionen EURO für Verbundunternehmen in Vorbereitung), im Rahmen         der Höchstgrenzen der EU-Beihilferegeln

- mehr Fixkosten erstattungsfähig: z. B. auch bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen bis zu 20.000 EURO pro Monat zur Umsetzung von    Hygienekonzepten (auch rückwirkend bis März 2020); Investitionen in Digitalisierung (z. B. Aufbau eines Onlineshops, Eintrittskosten bei großen Plattformen)               einmalig bis zu 20.000 EURO

- Zusatzregelungen für Reisebranche (Provisionen sowie Erstattung von externen Ausfall- und Vorbereitungskosten sowie eine Personalkostenpauschale für                     bestimmte Reisen rückwirkend ab März bis Dezember 2020), Kultur- und Veranstaltungsbranche (Erstattung von Ausfall- und Vorbereitungskosten rückwirkend ab      März bis Dezember 2020), stationären Einzelhandel (Abschreibungskosten verderbliche Ware und Ware für Wintersaison 2020/2021, die vor dem 01. Januar 2021          eingekauft wurde und wegen des Lockdown nicht abgesetzt werden konnte und Unternehmen der pyrotechnischen Industrie (Transport- und Lagerkosten nach        Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk sowie Förderung von Fixkosten März bis Dezember 2020 bei Umsatzrückgang von mindestens 80 % im Dezember 2020           gegenüber Dezember 2019)

Wer kann die Förderung beantragen (Antragsberechtigte)?

Unternehmen, Soloselbständige, und Freiberufler bis zu einem Jahresumsatz von 750 Millionen EURO im Jahr 2020 sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen.

Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 % in jedem Monat, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der jeweilige Vorjahresmonat. Für Unternehmen, die zwischen dem 01. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet wurden, gelten besondere Vorschriften. Unternehmen, die November- und/oder Dezemberhilfe erhalten, sind für diese Monate nicht antragsberechtigt.

Wie ist der Antrag zu stellen?

Der Antrag kann hier über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer gestellt werden. Die Kosten werden bezuschusst.

Alle Infos zum Registrierungs- und Anmeldeverfahren für prüfende Dritte finden Sie hier.

Auch Soloselbständige können bei der Überbrückungshilfe III Anträge auf Fixkostenzuschüsse über prüfende Dritte stellen. Die Kosten dafür werden bezuschusst. Alternativ können Soloselbständige im Rahmen der sogenannten Neustarthilfe eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von bis zu 7.500 EURO erhalten. Die Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) für Soloselbstständige in Höhe von bis zu 7.500 EURO kann nur direkt beantragt werden (gesonderte FAQ „Neustarthilfe“ werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht).

Die Antragsfrist endet spätestens am 31. Oktober 2021 (Frist verlängert).

Was und wie wird gefördert?

Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten bezuschusst. Der maximale Förderbetrag wurde auf 1,5 Millionen EURO (weitere Erhöhung auf 3 Millionen EURO für Verbundunternehmen in Vorbereitung) angehoben. Die beihilferechtlichen Grenzen, die derzeit bei 12 Millionen EURO (für alle staatlichen Förderprogramme wie z. B. KfW-Schnellkredit, Soforthilfe, November-/ Dezemberhilfe) liegen, sind zu beachten. Dabei haben Unternehmen, die weniger als 2 Millionen EURO beantragen ein Wahlrecht zwischen Bezuschussung nach Bundesregelung Fixkosten, die die Vorlage einer Verlustrechnung bedingt, und der Bundesregelung Kleinbeihilfen. Weitere Infos dazu hier.

Erstattet werden:

⇒ bis zu 90 % der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
⇒ bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei 50 % bis 70 % Umsatzeinbruch
⇒ bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 % Umsatzeinbruch
    (Umsatzeinbruch jeweils im Vergleich zum Vergleichsmonat des Jahres 2019).

Junge Unternehmen können andere Umsatzzahlen heranziehen (Infos dazu hier).

Wird eine Abschlagszahlung gezahlt?

Antragsberechtigte, die den Antrag über einen prüfenden Dritten stellen, erhalten eine Abschlagszahlung in Höhe von 50 % der beantragten Förderung (maximal 100.000 EURO pro Monat).

Kann die Überbrückungshilfe III beantragt werden, wenn man vorher schon andere Hilfen erhalten hatte?

Ja. Leistungen aus der Überbrückungshilfe II für November und Dezember 2020 werden angerechnet. Unternehmen, die November-/Dezemberhilfe erhalten, können aber für die Monate November und Dezember 2020 keine Anträge auf Überbrückungshilfe III stellen.

Erläuterungen zu einigen, wesentlichen "Häufig gestellten Fragen" zur Handhabung der dritten Förderungsphase des Bundesprogramms "Corona-Überbrückungshilfe" (von November 2020 bis Juni 2021) bzw. die FAQ zur "Corona-Überbrückungshilfe III" (Dritte Phase von November 2020 bis Juni 2021) finden Sie hier. Sie sind als Hintergrundinformationen für antragsberechtigte Unternehmen bzw. Steuerberater/innen (inklusive Steuerbevollmächtigten), Wirtschaftsprüfer/innen, vereidigte Buchprüfer/innen sowie Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (prüfende Dritte) gedacht.

KfW-Corona-Hilfe: KfW-Schnellkredit 2020 für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern

- KfW-Schnellkredit 2020 (078) für den Mittelstand -

Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise zusätzliche Hilfen für den Mittelstand beschlossen. Mit einem neuen Kreditprogramm sollen vor allem mittelständische Firmen einfacher mit dringend notwendigen Krediten versorgt werden. Für diese besteht nun die Möglichkeit der Beantragung des neuen KfW-Schnellkredits 2020 bei ihrer Bank oder Sparkasse. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht die Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

Was wird gefördert?

Mit dem KfW-Schnellkredit 2020 wird alles gefördert, was für eine unternehmerische Tätigkeit notwendig ist. Dazu zählen:

• Anschaffungen wie Maschinen und Ausstattung (Investitionen)
• alle laufenden Kosten wie Miete, Gehälter oder Warenlager (Betriebsmittel)

Das Förderprodukt kommt nicht in Frage:

• zur Umschuldung oder Ablösung von bestehenden Krediten
• zur Nachfinanzierung, Anschlussfinanzierung oder Prolongation für ein abgeschlossenes Vorhaben

Einige Vorhaben werden generell nicht gefördert oder nur dann, wenn Bedingungen eingehalten werden. Details finden Sie in der nachfolgenden Ausschlussliste und in den Sektorleitlinien.

Wer wird gefördert?

Mit dem KfW-Schnellkredit 2020 werden gefördert Selbstständige und Unternehmen

• mit mehr als 10 Mitarbeitern,
• die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind und
• in der Summe der Jahre 2017 bis 2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt haben (sofern das Unternehmen bislang nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt       ist, wird dieser Zeitraum herangezogen).

Wie kann die Anzahl der Mitarbeiter ermittelt werden?

Gezählt werden sollen alle Mitarbeiter, die zum 31.12.2019 einen laufenden Arbeitsvertrag mit dem Unternehmen haben. Leih- und/ oder Fremdarbeiter werden nicht mitgezählt. Teilzeitkräfte und Minijobber können mit den folgenden Faktoren in Vollzeitkräfte umgerechnet werden:

• Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
• Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
• Mitarbeiter über 30 Stunden sowie Auszubildende = Faktor 1
• Mitarbeiter auf 450 EURO-Basis = Faktor 0,3

Gefördert werden können auch Unternehmen, an denen Private-Equity-Investoren beteiligt sind. Es sei denn, maßgeblich beteiligte Investoren erhalten während der Kreditlaufzeit Ausschüttungen oder entnehmen Kapital.

Das Förderprodukt kommt nicht in Frage:

• für Unternehmen, die zum 31.12.2019 in Schwierigkeiten waren, also vor Beginn der Corona-Krise.
• für Unternehmen, die während der Kreditlaufzeit Gewinn oder Dividende ausschütten. Möglich sind aber marktübliche Ausschüttungen oder Entnahmen für                 Geschäftsinhaber (natürliche Personen).

Konditionen

Laufzeiten und Zinssätze


• bis zu 10 Jahre Laufzeit
• auf Wunsch bis zu 2 tilgungsfreie Jahre zu Beginn

Der Zinssatz orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes und wird spätestens mit Zusage der KfW festgelegt.

Kredithöhe und Auszahlung

• maximal 500.000 EURO für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern bis einschließlich 50 Mitarbeitern.
• maximal 800.000 EURO für Unternehmen mit mehr 50 als Mitarbeitern.

Pro Unternehmensgruppe können maximal bis zu 25 % des Jahresumsatzes 2019 mitfinanziert werden.

Bis zur Erreichung des Kredithöchstbetrages können höchstens zwei Anträge gestellt werden. Diese sind bei derselben Hausbank einzureichen.

• die Auszahlung erfolgt zu 100 % des zugesagten Betrags
• der Kreditbetrag kann nur komplett in einer Summe abgerufen werden
• die Abruffrist beträgt 1 Monat nach Zusage

Leichter Zugang zum Kredit

• Erhalt des KfW-Schnellkredits 2020 ohne Risikoprüfung
• die KfW übernimmt 100 % des Kreditausfallrisikos von der Bank
• der Kreditnehmer haftet zu 100 % für die Rückzahlung
• es werden nur wenige Unterlagen benötigt, mit denen Zahlen nachgewiesen werden müssen

Rückzahlung

• während der tilgungsfreien Zeit sind nur Zinsen zu zahlen – danach gleich hohe vierteljährliche Raten zuzüglich Zinsen auf den noch zu tilgenden Kreditbetrag.
• eine vorzeitige Rückzahlung ist möglich – ohne Vorfälligkeitsentschädigung
• die Rückzahlung erfolgt über die Bank

Die Höhe der Raten und den Tilgungsplan können mit Hilfe des Tilgungsrechners errechnet werden.

Sicherheiten

Es sind keine Sicherheiten zu stellen wie sonst bei Krediten üblich. Die Bank holt nur eine Auskunft einer allgemein anerkannten Auskunftei (z. B. Schufa) ein.

Kombination mit anderen Fördermitteln

Wichtig: Zusätzlich zum KfW-Schnellkredit 2020 können auch die Zuschüsse der Soforthilfeprogramme des Bundes und der Länder genutzt werden.

Den KfW-Schnellkredit können Sie spätestens am 31.12.2020 abschließen. Bis zu diesem Zeitpunkt können Sie keinen weiteren KfW-Kredit beantragen.

Ein Wechsel vom KfW-Sonderprogramm 2020 (Programmnummern 037/047/075/076/855) zum KfW-Schnellkredit (078) ist ausgeschlossen.

Ausgeschlossen ist auch eine Kumulierung mit Instrumenten des Wirtschaftsstabilisierungsfonds oder mit den Programmen der Bürgschaftsbanken, die wegen der Coronakrise erweitert wurden.

So funktioniert's

1. Antrag vorbereiten

Die Beantragung des Kredits erfolgt nicht direkt bei der KfW, sondern bei der Bank. Dann bereiten Sie Ihren Antrag unter https://corona.kfw.de/ vor – damit Ihr Bankgespräch schneller zum Ziel führt.

2. Finanzierungs­partner finden

Bevor Sie mit Ihrem Vorhaben beginnen, sprechen Sie mit Ihrer Bank oder einem Finanzierungspartner Ihrer Wahl.Sie haben keine Hausbank?

-> Finanzierungspartner finden und Termin anfragen

3. Kredit beantragen

Das übernimmt Ihr Finanzierungspartner für Sie.

4. Ihr Kreditantrag wird geprüft

Die KfW prüft Ihre Unterlagen und entscheidet über die Förderung.

5. Kreditvertrag abschließen und starten

Sie schließen den Kreditvertrag mit Ihrem Finanzierungspartner ab.

Alle weiteren Informationen zum KfW-Schnellkredit 2020 (078) für den Mittelstand finden Sie hier auf der Website der KfW.

Nachfolgend finden Sie die Formulare und Merkblätter zur Antragstellung des KfW-Schnellkredits 2020 (078) für den Mittelstand.

Sachsen-Anhalt ZUKUNFT - Das IB-Darlehen für kleine, mittlere und große Unternehmen - in unterschiedlichster Rechtsform, einschließlich der Angehörigen freier Berufe

Positiv in die ZUKUNFT! Mit den Darlehen der Investitionsbank Sachsen-Anhalt für kleine, mittlere und große Unternehmen - in unterschiedlicher Rechtsform, einschließlich der Angehörigen freier Berufe - bietet diese ein Finanzierungsinstrument an, das sowohl der Liquiditätssicherung von unverschuldet durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Unternehmen als auch der Realisierung von Investitionen in die Zukunft von Unternehmen dient.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden bestehende Unternehmen und Freiberufler bis maximal 500 Mitarbeiter und

a) maximal 100 Millionen EURO Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme maximal 86 Millionen EURO oder
b) durch die Corona-Krise („Corona-Krisen-Fall“) betroffen und Jahresumsatz maximal 2 Milliarden EURO

Was wird gefördert?

• Liquiditätshilfen
• Investitionen in Anlage- und/oder Umlaufvermögen und in i.d.R. gewerblich eigengenutzte Gebäude, insbesondere Grundstücks- und Gebäudeerwerb
• Auftragsvorfinanzierung

Vorteile

• Darlehen bis zur vollen Höhe des Finanzierungsbedarfs (mindestens 25.000,00 EURO, maximal 5 Millionen EURO)
• feste Laufzeit: 6 bzw. 10 Jahre
• günstige Zinsen ab 0,69 % p.a. (nom.)
• befristet geltende Beihilferegelungen für Kleinbeihilfen und niedrigverzinsliche Darlehen
• Liquiditätssicherung und Finanzierung auch von Nicht-KMU und Unternehmen, die durch die Auswirkungen der „Corona-Krise“ in wirtschaftliche Probleme geraten      sind

Zu beachten ist, dass die Darlehen

• nicht zur Ablösung von bestehenden Darlehen
• nicht zur Vorfinanzierung der erstattungspflichtigen Mehrwertsteuer und
• nicht zur Finanzierung exportbezogener Tätigkeiten

aufgenommen werden dürfen.

Auch wird die Aufnahme der Darlehen in Kombination mit anderen Darlehensprodukten der Investitionsbank Sachsen-Anhalt zum gleichen Vorhaben ausgeschlossen.

Konditionen

Darlehen nach Bundesregelung Kleinbeihilfen

NOMINALER ZINSSATZ P.A.:    1,69 %
LAUFZEIT/ZINSBINDUNG:        10 Jahre/10 Jahre
FREIJAHRE:                                  bis zu 2 Jahre tilgungsfrei
BETRAG:                                      maximal 800 Tausend EURO

Darlehen nach Bundesregelung niedrigverzinsliche Darlehen

KMU (kleines oder mittleres Unternehmen)

NOMINALER ZINSSATZ P.A.:    0,69 %
LAUFZEIT/ZINSBINDUNG:        6 Jahre/6 Jahre
FREIJAHRE:                                  bis zu 0,5 Jahre tilgungsfrei
BETRAG:                                      maximal 5 Millionen EURO

GROßE UNTERNEHMEN

NOMINALER ZINSSATZ P.A.:    1,69 %
LAUFZEIT/ZINSBINDUNG:        6 Jahre/6 Jahre
FREIJAHRE:                                  bis zu 0,5 Jahre tilgungsfrei
BETRAG:                                      maximal 5 Millionen EURO

Stand: 22.04.2020

Die Beantragung des Programms Sachsen-Anhalt ZUKUNFT - Das IB-Darlehen für kleine, mittlere und große Unternehmen - in unterschiedlichster Rechtsform, einschließlich der Angehörigen freier Berufe soll vorzugsweise online erfolgen.

Durch Fragen und automatische Ausfüllhilfen werden Sie durch die Antragstellung geleitet, um am Ende einen vollständigen Antrag zu generieren.

Achtung!!!

Bitte reichen Sie Anträge, die Sie bereits an die Investitionsbank Sachsen-Anhalt geschickt haben, NICHT noch einmal ein. Die Online-Antragstellung gilt für alle Neubeantragungen im Rahmen der Programme "Sachsen-Anhalt ZUKUNFT".

Zur Online-Antragstellung geht es hier.

Darüber hinaus besteht jedoch auch die Möglichkeit die vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antragsunterlagen per Post oder in EINEM PDF-Dokument per E-Mail an:

Darlehen-corona@ib-lsa.de

zu senden.

Alle weiteren Informationen zum Hilfsprogramm Sachsen-Anhalt ZUKUNFT - Das IB-Darlehen für kleine, mittlere und große Unternehmen - in unterschiedlichster Rechtsform, einschließlich der Angehörigen freier Berufe finden Sie auch hier auf der Website der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

Nachfolgend finden Sie alle Dokumente zum Darlehen für kleine, mittlere und große Unternehmen - in unterschiedlichster Rechtsform, einschließlich der Angehörigen freier Berufe - Vergabegrundsätze sowie alle Antragsunterlagen.

Sachsen-Anhalt ZUKUNFT - Das IB-Darlehen für kleine Unternehmen und Kleinstunternehmen (De-minimis)

Zusätzliche Liquidität in der Corona-Krise: Kleinen Unternehmen und Kleinstunternehmen (De-minimis) mit bis zu 50 Beschäftigten stehen nun auch besonders günstige Kredite zur Verfügung.

So stellt die Investitionsbank im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt kleinen Unternehmen und Kleinstunternehmen (De-minimis), die durch die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind, ein Darlehen zur Liquiditätssicherung zur Verfügung.

Das Darlehen zwischen 10.000,00 und 150.000,00 EURO hat eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren, davon sind 2 Jahre zins- und tilgungsfrei.

Wichtig: Die Anträge sollen mit geringem bürokratischen Aufwand gestellt werden können und Bewilligungen sehr schnell erfolgen.

Die Beantragung des Programms Sachsen-Anhalt ZUKUNFT - Das IB-Darlehen für kleine Unternehmen und Kleinstunternehmen (De-minimis) soll vorzugsweise online erfolgen.

Durch Fragen und automatische Ausfüllhilfen werden Sie durch die Antragstellung geleitet, um am Ende einen vollständigen Antrag zu generieren.

Achtung!!!

Bitte reichen Sie Anträge, die Sie bereits an die Investitionsbank Sachsen-Anhalt geschickt haben, NICHT noch einmal ein. Die Online-Antragstellung gilt für alle Neubeantragungen im Rahmen der Programme "Sachsen-Anhalt ZUKUNFT".

Zur Online-Antragstellung geht es hier.

Darüber hinaus besteht jedoch auch die Möglichkeit die vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antragsunterlagen per Post oder in EINEM PDF-Dokument per E-Mail an:

Darlehen-corona@ib-lsa.de

zu senden.

Unternehmen müssen für das Darlehen keine Sicherheiten stellen und es wird ohne Beteiligung der Hausbank direkt von der Investitionsbank ausgereicht. Es ist somit auch keine Stellungnahme der Hausbank notwendig. Weil an Darlehen andere Maßstäbe angelegt werden müssen als an Zuschüsse, sind der Investitionsbank allerdings Unterlagen zum wirtschaftlichen Status des Unternehmens (letzte Jahresabschlüsse) sowie eine Liquiditätsplanung vorzulegen. Im Gegensatz zu anderen Programmen verzichtet die Investitionsbank jedoch auf Vorlage von Businessplänen. Ziel der Bank ist, dass das Geld gut eine Woche nach der Antragstellung auf dem Konto ist – unter der Voraussetzung, dass die benötigten Unterlagen vollständig und korrekt eingereicht wurden.

Alle weiteren Informationen zum Hilfsprogramm Sachsen-Anhalt ZUKUNFT - Das IB-Darlehen für kleine Unternehmen und Kleinstunternehmen (De-minimis) finden Sie auch hier auf der Website des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt sowie hier auf der Website der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

Nachfolgend finden Sie alle Dokumente zum Darlehen für kleine Unternehmen und Kleinstunternehmen (De-minimis) - Merkblatt, Vergabegrundsätze sowie alle Antragsunterlagen.

Steuern

Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Corona-Virus (COVID-19/SARS-COV-2)

Das Bundesministerium der Finanzen hat im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder Regeln erlassen, die für die von den Folgen der Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie (COVID-19-/SARS-COV-2-Pandemie) betroffenen Steuerpflichtigen steuerliche Erleichterungen vorsehen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die getroffenen Bestimmungen zu Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen sowie zur Anpassung von Vorauszahlungen für Steuern, welche zunächst befristet bis zum 31.12.2020, gültig sind. Im Anhang finden Sie den "Gleich lautenden Erlass der obersten Finanzbehörden der Länder zu gewerbesteuerlichen Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Corona-Virus (COVID-19/SARS-COV-2)" und den Antrag auf Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des o. g. Virus (Antrag auf Stundung/Antrag auf Herabsetzung von Vorauszahlungen/des Steuermessbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen).